So jetzt hab ich's getan: Habe ein paar Jura-Höhen überquert und dabei die neuen Möglichkeiten in der Topo getestet. Ich habe mir einerseits eine Route (wie üblich) am PC geplant und bin diese abgefahren. Andererseits habe ich Wegpunkte definiert und mich per
Autorouting von Punkt zu Punkt navigieren lassen. Ich habe gestaunt: Das Autorouting hat tatsächlich gar nicht so schlecht funktioniert.
1. Fahren nach Route: Nichts neues! Wie bis bisher gewohnt, wird am PC die Route geplant und auf das GPS-Gerät übertragen. Dies funktioniert in MapSource 6.15.4 sehr gut. Ebenso das Übertragen der Route ins GPS. Die 'Abarbeitung' der Route erfolgt wie gewohnt.
2. Autorouting: Je weniger Wege/Pfade um so besser das Autorouting! Die Wegpunktnavigation mittels Autorouting auf den Jurahöhen funktioniert überraschend gut.
Das Gerät routet zuverlässig über Wege und Pfade zum nächsten Wegpunkt. Allerdings auch folgende
Einschränkung: Das Gerät hat uns bergwärts auf Pfade geroutet, welche für uns kaum oder nicht fahrbar waren. Dies obwohl eine fahrbare Alternative vorhanden war. Auch die Umstellung in der Systemsteuerung vom 'kürzesten' auf den 'schnellsten' Weg hat da kein Unterschied gemacht. Downhill mag dies ja keine so grosse Rolle spielen, uphill schon.
Wie ebenfalls bereits erwähnt, sind in der Topo 2 Karte die
offiziellen Routen von
SchweizMobil hinterlegt. Konkret heisst dass, das sich diese Routen farblich im Kartenwerk von den anderen Wegen abheben und mit dem entsprechenden Namen versehen sind. Der Begriff Route ist jedoch etwas verfänglich. Diese werden nämlich nicht als Routen im Sinne der
Terminologie von MapSource oder Garmin verwendet, sondern sind einfach anders farbige Pfade / Wege / Strassen im Kartenwerk... Aus diesem Grunde ist es der Autoroutingfunktion auch egal, ob ein offizieller Bike- oder Wanderweg in der Nähe ist oder nicht. Wer diese Routen fahren will, muss also
weiterhin die Tracks aus dem Internet holen, was ja auch kein grosser Aufwand ist.
Fazit: Ich habe den Eindruck gewonnen, dass das
Autorouting im Gelände
gut funktioniert. Besser als im urbanen Gebiet. Meiner Meinung nach kommt das in der Tat davon, dass im Gelände nicht so viele Möglichkeiten vorhanden sind, wie in der Stadt. Und da wir als Biker sowieso (zumindest im heimischen Gebiet) unsere Sonderrouten bevorzugen, kann es uns das Autorouting wohl kaum je recht machen
Ich werde meine Touren weiterhin am PC planen und als Route ins Gerät laden. In der Autoroutingfunktion sehe ich aber den
Vorteil, dass ich eine geplante Tour abbrechen kann und mich, wenn's notwendig ist, zuverlässig an einen Ort navigieren lassen kann, welchen ich nicht in der Route eingeplant habe (Denkbar: Werkstatt, Arzt / Spital, Wetterschutz, etc.).